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DJK-Übungsleiterausbildung 2019 in Seibersbach

23 Teilnehmende bei der 18. Ausbildung

Eine prägende, engagierte Zeit erlebten die Teilnehmenden im Rahmen der DJK-Übungsleitendenausbildung in Seibersbach. Es waren aber auch schöne, nachhaltige Erfahrungen, die sie machen durften. Besonders beeindruckend war die Umsetzung des Themas „Teilhabe im Sport“ mit der DJK-Inklusionsmanagerin Vera Thamm, die mit ihrer Ausstrahlung, Offenheit und ihrem Humor die Teilnehmenden wunderbar in die inklusive Arbeit im Sport mit heterogenen Gruppen mitnahm. Das Thema hat bewegt und für viele Diskussionen gesorgt.

Die Teilnehmenden zwischen 16 und 56 Jahren aus 13 DJK-Sportvereinen sowie aus einem klassischen Sportvereinen hatten sich in den Herbstferien im Sport- und Freizeitzentrum des Sportbundes Rheinhessen in Seibersbach /Hunsrück eingefunden, um sich zu qualifizierten Übungsleitenden ausbilden zu lassen. Aus sechs Diözesanverbänden (Speyer, Limburg, Mainz, Freiburg, Fulda und Trier) rekrutiert seit einigen Jahren die Ausbildungsinitiative Südwest ihre Klientel, um die Qualität in den DJK-Sportvereinen zu verbessern. Dabei genießt neben der fachlichen Ausbildung in unterschiedlichen Sportarten und der erforderlichen Theorie, insbesondere die Atmosphäre und der Einzelne in der Gruppe eine besondere Wertschätzung in der Ausbildung. Eine intensive, prägende Zeit für die meisten Teilnehmenden, die unvergesslich bleibt. Mittlerweile wurden 416 Übungsleiter/innen seit dem Jahr 2002 ausgebildet, die in ihren Vereinen einen abwechslungsreichen und interessanten Sport offerieren. Mit den ergänzenden jährlichen Fortbildungen ein tolles Angebot des DJK-Sportverbandes.

Die Ergebnisse konnten sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. So gab es tolle Lehrproben aus sehr unterschiedlichen Sportfeldern. Neben der Einführung der Rolle rückwärts in den Stand und einer Modernrolle aus dem Showdance, dem bewegten Kinderturnen „Die Affen sind los!“, einer Karatedemonstration sowie einer Lehrprobe zur Mobilisation von Gelenken, wurde die Sportart Inlinehockey kennengelernt, das Werfen und Fangen in Ballsportarten erprobt und Partydance sowie Volkstanz geübt. Zudem ging es ins Schwimmbad zu einer Einführung in das Kraulen, auf die Wiese zum Sperrwerfen und in die Gymnastikhalle zur Stuhlgymnastik für Senioren. Damit nicht genug, wurde auch Tennis gespielt und das Fallen in Kampfsportarten trainiert. Vielfältige und abwechslungsreiche Themen wurden von den angehenden Übungsleiter/innen umgesetzt und durchgeführt. Die Prüfungsjury war begeistert. Die 23 diesjährigen Absolventen der DJK-Übungsleiter-C-Ausbildung strengten sich an und leisteten eine tolle Arbeit, die große Anerkennung fand.

Besondere Akzente in der Vermittlung

Das Kennenlernen, insbesondere durch Elemente der Erlebnispädagogik, aber auch Spiritualität und Besinnliches sowie pädagogische Grundlagen standen im Mittelpunkt des Einstiegswochenendes im September. Etliche Hausaufgaben wurden verteilt und der anstehende Ausbildungsblock in den Herbstferien besprochen, so dass sich die Teilnehmenden bestens auf die Inhalte vorbereiten konnten. Dabei hatten sich die DJK-Referenten Joachim Sattler (Rechtsfragen und DJK Sport und mehr), Lukas Monnerjahn (Leistungsmanipulation, Doping), Marc Heinzen (Badminton), Michael Leyendecker (Anatomie, Physiologie), Carina Bappert (Tanz, Turnen, Didaktik), Vera Thamm (Inklusion), Michael Gosebrink (Kinder stark machen, Belastungssteuerung) und Rainald Kauer (Trainingslehre und-steuerung, Funktionalität im Sport) wieder etwas Besonderes einfallen lassen, um den Teilnehmenden die DJK so richtig erlebbar zu machen. In den zehn Tagen der Herbstferien wechselten sich Theorie- und Praxiseinheiten sinnvoll ab und erleichterten so das Lernen. Insgesamt müssen bei der C-Lizenz-Ausbildung 120 Lerneinheiten (LE = 45 Minuten) von den Teilnehmenden absolviert werden. Die Ausbildung endet mit dem bekannten theoretischen und schriftlichen Prüfungsparcours, bei dem in Gruppen das Wissen nochmals abgerufen und vertieft wird. So wie den obligatorischen Lehrproben, die den Teilnehmenden die Chance eröffnen, ihr pädagogisches Geschick zu präsentieren und unterschiedliche Sportarten kennen zu lernen. Besonders wurde auch wieder das Thema „Kinder stark machen“ besprochen und erlebbar gemacht. Integriert wurden in diesen Teil der Ausbildung die aktuellen DJK-Themen: „Doping im Sport“, „sexualisierte Gewalt im Sport“ und „alkoholfrei Sport genießen“. Die Inhalte wurden von den angehenden Übungsleitenden dankbar aufgenommen und engagiert bearbeitet. Durch die Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), dem Kooperationspartner der DJK-Sportjugend, konnten den Teilnehmenden vielfältige Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt werden.

DOSB-Lizenz würdig verliehen

Am Ende stand dann die Verleihung der offiziellen DJK-Lizenzen. In diesem Jahr stattete die DJK-Präsidentin Elsbeth Beha den Übungsleitenden ihren Besuch ab. Begleitet durch ihren Ehemann Hansheinrich (Vorsitzender des DV Freiburg), Bernd Butter (Vorsitzender DV Trier), Aloysius Mester (Präsident LV Rheinland-Pfalz), Michael Wilbert (DV Jugendleiter in Trier) und Lukas Monnerjahn (Vizepräsident Sportentwicklung des Bundesverbandes). Die Ehrengäste erlebten eine Lizenzverleihung bei ausgelassener Stimmung und spürten, dass eine gute Gemeinscahft über die Zeit entstanden ist. Im Vorfeld hatte Pfarrer Klaus Waldeck (geistlicher Beirat im LV Hessen und DV Limburg) mit den Übungsleitenden einen besonderen Gottesdienst in der Gymnastikhalle der Sportschule gefeiert. Er machte Mut für die schöne Aufgabe eines DJK-Übungsleitenden und stellte die Wichtigkeit und Bedeutung dieser Arbeit in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.

An der Ausbildung nahmen teil:

Ausbildung am Menschen orientiert

Der Termin für die 19. DJK-Ausbildung steht fest, so dass Anmeldungen über die zuständigen DJK-Geschäftsstellen der Diözesanverbände bis zum 15. April 2020 erfolgen können. Das Vorbereitungswochenende findet vom 18. bis 20. September und der Ausbildungsblock vom 17. bis 25. Oktober 2020 in Seibersbach statt.