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Die DJK-Bewegung zielt auf den Menschen

Ziele brauchen wir in unserem Leben und gerade auch im Sport. Ziele bringen uns auf den Weg, bringen uns in Bewegung und führen uns in Begegnungen. Sie geben uns eine Richtung und Orientierung. Auch die Gründer der DJK-Bewegung hatten Ziele, sie wollten u.a. die Jugend tüchtig machen und ihnen bei ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung helfen und sie so fördern. Die katholisch orientierte Jugenderziehung war auch im Fokus von Prälat Carl Mosterts, dem DJK-Gründervater. Damals wollte man die Kraft der Jugend in einer festen Struktur bündeln. Aufgrund der damaligen schwierigen Lebenssituation, es mangelte an Wohnraum und Arbeitsverhältnissen, war es wichtig, dem Menschen durch Bewegung und Sport Lebensfreude zu vermitteln. Dies durch einen vielfältigen Sport, wie dem Turnen, dem Tanzen, dem Wandern und Fußballspielen oder dem Rudern und Laufen. So entstanden erste DJK-Sportvereine.

Das Ziel war es immer, dem Menschen zu seiner gesamtmenschlichen Entfaltung zu helfen. Heute würden wir dies als Förderung der Persönlichkeitsentwicklung beschreiben. Obwohl es zur Enteignung, zur Verfolgung und zum Verbot der DJK-Bewegung im Dritten Reich kommt überlebt die Bewegung durch engagierte, unerschrockene Frauen und Männer in kirchlichen Nischen. Werden der Geist, die Motivation und die Ideale weiter vererbt. Erwachen nach dem Krieg wieder die verschwundenen DJK-Sportvereine. Der Sport und die Bewegung unter dem Dach der katholischen Kirche werden wieder zum Alltag der Menschen. Die Sportbewegung „Deutsche Jugendkraft“ etabliert sich und viele neue Vereine und Diözesanverbände werden gegründet.

Damals wie heute sind Bewegungsmangel und gesundheitliche Herausforderungen zu einer großen gesellschaftlichen Aufgabe geworden. So sind der Leitgedanke und das Ziel der DJK auch in Zukunft gefragt. Der Sport und die Bewegung vermitteln in idealer Weise christliche Werte. Werden spielerisch durch das Erleben Respekt, Achtung, Toleranz und Wertschätzung sowie Fair Play und Mitmenschlichkeit eingeübt und nachhaltig gefestigt. Die Bewegung als wertvolle Schöpfung für das Leben und die Gesellschaft.

„Sport um der Menschen willen“, seit annähernd 100 Jahren ist dies das Motto der DJK-Bewegung. Dieses wunderbare Motto, wird sicherlich auch die nächsten 100 Jahre den Menschen Orientierung und Halt geben. Für unsere vielfältige Völkergemeinschaft, ob als Jude, Moslem oder Christ, steht der Mensch im Mittelpunkt unserer Sehnsucht nach Friede und Freiheit, steht das verbindende Miteinander der Religionen für das Wohl der Menschen.

Unser Ziel ist es, das Profil der DJK mit dem Blick auf das bevorstehende Jubiläum erfahrbar zu machen und in eine zeitgemäße Zukunft zu führen. Die Basis hierfür bildet damals wie heute eine engagierte, vielfältige und nachhaltige DJK-Sportjugend. In den Händen der Kinder und Jugendlichen liegt die Zukunft der DJK-Idee. Schenken wir ihnen DJK-Erlebnisräume zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit, zur Realisierung ihrer Träume, Wünsche und Hoffnungen. Achten wir ihre Rechte in Zeiten von Gewalt, Missbrauch und sportlicher Überforderung. So schützen wir die Zukunft und die Perspektiven der DJK-Bewegung.

 >>komplette Geschichte des DJK-Sportverbandes

Markante Zeitpunkte des DJK-Sportverbandes 1920 - 2000

1920 Gründung der “Deutschen Jugendkraft” (DJK) in Würzburg mit Sitz in Düsseldorf. Erster Vorsitzender Carl Mosterts.
1921 1. Reichstreffen (Sportfest) in Düsseldorf. Sport und Spiel in eigener Regie
1926 Carl Mosterts stirbt. Nachfolger wird Ludwig Wolker.
1927 2. DJK-Reichstreffen in Köln (5.000 Aktive) – Einweihung der DJK Lehrstätte in Münster.
1928 Kath. Jungfrauenvereinigung gründet “Reichsverband für Frauenturnen”.
1932 3. DJK-Reichstreffen in Dortmund (8.000 Aktive).
1933 Adalbert Probst Reichsführer der DJK. Die DJK zählt 243.294 Mitglieder.
1934 Probst wird von den Nazis ermordet.
1935 Verbot und Auflösung der DJK.
1947 Wiedergründung der DJK in Düsseldorf als Arbeitsgemeinschaft der DJK-Vereine, später DJK-Hauptverband (Prälat Ludwig Wolker). Der DJK-Zentralverband (Prälat Kaspar Schulte) wird in Hamm gegründet.
1950 Beginn der großen DJK-Bundessportfeste. Prälat Wolker an der Gründung des Deutschen Sportbundes (DSB) maßgeblich beteiligt. Die katholische internationale Sportorganisation FICEP, gegründet 1911, nimmt die DJK auf ihrer Sitzung in Straßburg wieder auf.

1952 Gründung des DJK-Diözesanverbandes Trier
1953 Mit Johannes Sampels wird erstmals ein Laie 1. Vorsitzender. Wolfgang Massenkeil Leiter des DJK-Hauptsportamtes.
1955 Gründung der DJK-Frauensportgemeinschaft in Düsseldorf. Prälat Wolker stribt. Nachfolger Prälat Willy Bokler.
1961 Endgültige Einigung zwischen DJK-Haupt- und DJK-Zentralverband.
1963 Eröffnung der wieder erbauten DJK-Sportschule in Münster.
1964 Franz Ballhorn Nachfolger von Johannes Sampels.
1966 Gründung des AK “Kirche und Sport” in der Kath. Kirche Deutschlands.
1968 Pfarrer Paul Jakobi, Bundespräses des Bundes Deutscher Katholischen Jugend, wird als Nachfolger von Prälat Bokler Geistlicher Beirat der DJK.
1970 50-Jahr-Feier der DJK in Würzburg. Neue Satzung. Vereinigung mit der DJK-Frauensportgemeinschaft zu einem Verband.
1974 Prälat Willy Bokler stirbt. Beginn der DJK-Winterspiele. Nachfolger von Franz Ballhorn wird Dr. Woflgang Reifenberg.
1975 Beginn der “Spitzengespräche” von “Kirche und Sport” in Stuttgart-Bernhäuser Forst (Kardinal Döpfner, DSB Präsident Weyer, EKD-Ratsvorsitzender Bischof Claß).

1980 Verabschiedung des Bildungskonzeptes der DJK in Berlin.
1984 Wolfgang Massenkeil geht nach 30 Jahren Arbeit für die DJK in den Ruhestand. Nachfolger als neuer Generalsekretär Gerd Falkner.
1987 Beginn der DJK-Breitensportfeste
1988 Nachfolger von Probst Paul Jakobi im Amt des Geistlichen Bundesbeirates wird Pfarrer Manfred Paas
1990 Gemeinsame Erklärung der Kirchen zum Sport “Sport und christliches Ethos”. Nachfolger von Dr. Wolfgang Reifenberg wird Dr. Klaus Bischops. Bildung der ersten DJK-Vereine in den neuen Bundesländern.
1994 Der 22. Bundesverbandstag in Münster beschließt Satzungsänderungen zur Stärkung der DJK-Diözesan- und Landesverbände. Zum ersten Präsidenten des “DJK-Sportverbandes Deutsche Jugendkraft e.V.” wird Dr. Wolfgang Reifenberg gewählt. In den DJK-Diözesanverbänden findet bundesweit am 11. Juni ein “Eurosportfestival” statt.
1995 75-Jahr-Feier in Würzburg
1996 Pfr. Hans-Gerd Schütt löst Probst Manfred Paas im Amt des Geistlichen Bundesbeirates ab; sein Stellvertreter wird Pfr. Michael Kühn, Olympiapfarrer (bis 2002).

2000 - heute

2001 14. DJK-Bundessportfest vom 01. bis 03. Juni in Koblenz
2003 Mit Beginn des Jahres ist der Geistliche Beirat, Hans-Gerd Schütt, zum Sportbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz ernannt
2004 Generalsekretärin des DJK-Sportverbandes wird Frau Stephanie Hofschlaeger
2004 Beim Bundestag in Mannheim wird Volker Monnerjahn zum Präsidenten gewählt und löst damit Dr. Wolfgang Reifenberg ab
2005 15. DJK-Bundessportfest in Münster
2008 29. DJK-Bundestag in Bad Kreuznach
2008 Erste DJK-Übungsleiter-B-Lizenz-Asbildung “Sport in der Prävention” wurde erfolgreich durchgeführt
2010 16. DJK-Bundessportfest in Krefeld
2011 Bundesjugendtag in Oberwesel
2012 Der erste DJK-Ethikpreis im Bistum Trier wurde an Michaela Schäfer verliehen
2014 DJK-Ethikpreis im Bistum Trier wurde an die Gruppe „Miteinander“– Menschen mit und ohne Behinderung aus Ochtendung verliehen
2015 DJK-Bundestag in Wissen
2016 DJK-Ethikpreis im Bistum Trier wurde an Herbert Ehlen verliehen
2017 DJK-Bundesjugendtag in Trier

2018 DJK-Bundesjugendtag in Homburg, DJK-Bundessportfest in Meppen, Diözesantag (Bistum Trier) in Andernach, DJK-Ethikpreis im Bistum Trier wurde an Myriam Backes verliehen

 

DJK-Sportfeste im Bistum Trier

Diözesansportfeste

1952 Trier

1953 Trier

1955 Koblenz

1959 Andernach

1962 Saarlouis-Fraulautern

1968 Saarbrücken

1996 Andernach

2000 Betzdorf

2004 Köllerbach

2013 Saarlouis-Roden

Spiel- und Sportfeste

1988 Oberwesel

1991 Trier

1994 Konz

1995 Mittelhof

1999 Oberthal

Familienfeste

2007 Oberwesel

2009 Ochtendung

2010 Marpingen