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Kinderrechte im Sport

Die natürliche Entwicklung eines Kindes darf nicht zugunsten kurzfristiger Erfolge im Sport beeinträchtigt werden. Im Bewusstsein um die Verantwortung und Bedeutung des Sports im Kindesalter, sind wir als DJK bemüht, den Mensch in seiner Entfaltung im Mittelpunkt zu stellen und nicht die Leistung. Wir bejahen den Leistungssport, sofern er gemäß den Grundsätzen für einen kindgerechten Leistungssport entsprechen.

1. SICHERHEIT

Kinder haben das Recht, in einem sicheren Umfeld ohne unangemessenen Druck oder Ausbeutung zu trainieren und zu üben. Kinder unter 6 Jahre sollten von einem Erwachsenen begleitet werden, um Unfälle zu vermeiden und Verletzungen vorzubeugen.

2. FREUNDSCHAFT UND FREUDE

Kinder haben das Recht, an Trainings- und Wettbewerbswettkämpfen teilzunehmen, die ihnen helfen sollen, Freundschaft und Solidarität untereinander zu entwickeln.

3. KOMPETENZ

Kinder haben das Recht, das Gefühl der Selbstkompetenz zu erfahren und ein abwechslungsreiches Können zu erlernen. Sie sollten auch die Möglichkeit erhalten, Unterschiede in ihrem Sport, Training und Interaktionen mit anderen zu erfahren.

4. MITSPRACHERECHT

Kinder haben das Recht, ihre eigene Meinung zu äußern und dass ihre Meinung berücksichtigt wird. Kinder sollten die Möglichkeit haben, an Planungssitzungen teilzunehmen und ihre eigenen Ideen in sportlichen Aktivitäten mit ihren Betreuer*innen und Eltern umzusetzen.

5. DIE FREIHEIT ZU WÄHLEN

Kinder haben das Recht zu wählen, an welchem Sport oder an wie vielen Sportarten sie teilnehmen möchten. Kinder haben das Recht zu bestimmen, wie inklusiv sie ihren Sport ausüben möchten.

6. WETTBEWERBE FÜR ALLE

Kinder haben das Recht zu wählen, ob sie an Wettkämpfen teilnehmen möchten und alle sollten die gleichen Möglichkeiten zur Teilnahme haben. Kinder, die in derselben Sportart von einem Verein in einen anderen wechseln, haben das Recht, im Leistungssport des neuen Sportvereins zu konkurrieren, sobald die Registrierung abgeschlossen ist.

7. KINDERBEDINGUNGEN

Kinder haben das Recht, an Trainings- und Wettkämpfen teilzunehmen, die ihrem Alter, ihrer körperlichen Entwicklung und ihrem Reifegrad entsprechen.

8. SCHUTZ

Kinder sind vor Schäden und Gefahren, Missbrauch und Gewalt zu schützen, sodass keine Grenzverletzungen, kein sexueller Missbrauch und keine sexualisierte Gewalt möglich werden.

 9. DJK

Kinder haben in der DJK das Recht, christliche Grundwerte zu erfahren und zu erleben. Dabei ist die bewusste Reflexion mit den eigenen Stärken und Schwächen ein wesentlicher Bestandteil im Training und Wettkampf

>> Download Plakat als PDF

Umgang mit sexuellen Missbrauch 

Lehne Korruption, Drogen, Rassismus, Gewalt, Doping und sexuellen Missbrauch im Sport ab!
Die Augen nicht vor dem Missbrauch verschließen sondern immer wachsam sein, das ist eine zentrale Forderung der DJK. Dabei braucht es auch den Blick in das Umfeld und eine aktive Prävention, bei der Sportler/innen, Trainer/innen und Eltern eingebunden werden. Kampagnen, wie „Kinder stark machen“ helfen, dass das Thema aktuell ist und Kinder und Jugendliche spielerisch lernen, „Nein“ zu sagen. Der Sport kann hierbei für das Leben schulen, da die Probleme gesellschaftlicher Natur sind und im Sport Leben gelernt wird, weil sich die Gesellschaft hier abbildet. Sportveranstaltungen und Sportstätten können konzeptionell an dieser These entwickelt werden. Veranstaltungen ohne Alkohol sind gefordert und im Clubheim sollte es für Kinder und Jugendliche geschützte Räume geben. Sensibilität und Einfühlungsvermögen gilt es zu entwickeln.

>> Film "Sexueller Missbrauch im Sport - Das große Tabu"

Ansprechpartnerin

Margret Steinborn-Heinrich - DJK-Ansprechpartnerin für den Bereich der sexualisierten Gewalt

Der geschäftsführende Vorstand des DJK-Sportverbandes Diözesanverband Trier hat die ehemalige pädagogische Leiterin eines Jugendhilfezentrums, Margret Steinborn-Heinrich (Trier), zur Ansprechpartnerin für den Bereich der sexualisierten Gewalt berufen. Die Diplom-Psychologin verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit jugendlichen Opfern von sexuellem Missbrauch. Sie steht den DJK-Sportvereinen, den Führungskräften, den Übungsleitenden, Trainern und Betreuenden sowie den Eltern und Jugendlichen, als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

In ihrer beruflichen Vita konnte sie insbesondere Mädchen zwischen 10 und 22 Jahren bei sexuellen Übergriffen wertvolle Hilfen bieten und begleiten. Sie ist zu erreichen unter der E-Mail-Anschrift M.Steinborn-Heinrich(at)djk-dv-trier.de.

Die Verantwortlichen der DJK im Bistum Trier sind froh und dankbar, dass sie mit Margret Steinborn-Heinrich ihren Vereinen eine sehr erfahrene und geschulte Mitarbeiterin empfehlen können.

Selbstverständlich können Sie sich auch an die Mitarbeitenden der DJK-Geschäftsstelle wenden.

Führungszeugnis

Ehrenamtliche Tätigkeit bescheinigen lassen

Wenn Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, kann es sein, dass Ihr Verein von Ihnen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis verlangen muss. Es gibt Auskunft über eventuelle Vorstrafen, die für die Ausübung des Ehrenamts relevant sein könnten. Beantragen müssen die Ehrenamtlichen es im Bürgeramt Ihres Wohnorts. In der Regel kostet das erweiterte Führungszeugnis eine Gebühr. Ehrenamtliche werden jedoch davon befreit, wenn sie durch eine Bescheinigung des Vereins nachweisen können, dass das Führungszeugnis für die ehrenamtliche Tätigkeit benötigt wird.

Für die Bescheinigung haben wir eine Mustervorlage erstellt. Diese brauchen Sie nur von Ihrem Verein ausfüllen zu lassen und beim Bürgeramt vorzulegen.

Antragsformular erweitertes polizeiliches Führungszeugnis

Vorlage zur Abfrage und Archivierung von Führungszeugnissen

Verpflichtungserklärung

Ein immer wichtiger werdendes Thema in der Vereinsarbeit ist die Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport. Da dieses Thema alle ehrenamtlich Tätigen in einem Verein betrifft muss sichergestellt werden, dass sich auch jeder mit diesem Thema auseinandersetzt und das Thema einen angemessen Raum im Vereinsleben findet. Ein nützliches Instrument hierfür ist die “Verpflichtungserklärung zum grenzachtenden Umgang”. Mit dem unterschreiben dieser Erklärung wird bestätigt, dass man sich für einen angemessen und verlässlichen Umgang miteinander einsetzt und die genannten Punkte für wichtig erachtet.

Es geht also nicht nur darum die Erklärung unterschreiben zu lassen sondern, vielmehr um die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema.

Der DJK-Sportverband und der BDKJ haben neben den Verpflichtungserklärungen auch eine Handreichung zur Einführung der Verpflichtungserklärungen und die wichtigsten Fragen und Antworten zu der Erklärung überschaubar zusammengestellt.

BDKJ-Materialien:
Verpflichtungserklärung des Bistums Trier
Fragen und Antworten

DJK-Materialien
Verpflichtungserklärung
Handreichung

Verhaltenskodex

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei der Einführung des Themas “Prävention von sexualisierter Gewalt” Begleitung benötigen steht Ihnen die Geschäftsstelle in Trier gerne zur Verfügung.

Rahmenvereinbarung

Im Januar 2014 haben folgende Institutionen die Rahmenvereinbarung nach § 72a SGB VIII zum Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen aus der Kinder- und Jugendhilfe in Rheinland-Pfalz unterschrieben:

- Das Land Rheinland-Pfalz vertreten durch das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung.

- Der Städtetag Rheinland-Pfalz.

- Der Landkreistag Rheinland-Pfalz.

- Der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz.

- Der Landesjugendring Rheinland-Pfalz.

- Die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Lande Rheinland-Pfalz.

- Die Evangelischen Landeskirchen im Land Rheinland-Pfalz und die rheinland-pfälzischen (Erz-)Diözesen.

Nachfolgend kann diese Vereinbarung heruntergeladen werden:

Rahmenvereinbarung nach § 72a SGB VIII

Der DJK-Sportverband Diözesanverband Trier ist mit seiner Sportjugend ebenfalls dieser Rahmenvereinbarung beigetreten.

Beitrittserklärung

Broschüren & Links

Sport respects your rights!

Im Rahmen der Kampagne „Sport respects your rights – Empowering young Europeans in sport for a culture of respect and integrety – against sexualised violence and gender harassment“ der Europäischen Union hat die DJK-Sportjugend eine Plakatkampagne entworfen.

Die Plakatkampagne beschäftigt sich mit einem zentralen Thema, der sexualisierten Gewalt im Sport. Durch Präsenz und Aufklärung sollen Übergriffe dieser Art möglichst undenkbar gemacht werden. Der Grundgedanke dieser Kampagne ist die „gläserne Turnhalle“! Hier sollen sich die Sportler/innen jederzeit sicher fühlen. Anzeichen von Gewalt im Sport sollen so frühzeitig erkannt und selbstbewusst verhindert werden. Dies gilt natürlich ebenso für ähnliche Sportstätten, wie Sportplätze und Schwimmbäder.

Die Plakate und weitere Werbemittel können Sie nachfolgend herunterladen oder auf der DJK-Geschäftsstelle in Trier kostenlos anfordern!

Plakat A2

Plakat A3

Flyer

Aufkleber

Lesezeichen

Kindern neue DJK-Erlebnisräume vermitteln

Spiel, Sport und Bewegung sind Träger von Erziehungs- und Bildungsvorgängen. Sie leisten einen entscheidenden und unersetzbaren Beitrag zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung. Das bedeutet für uns, beim Sport den Menschen und insbesondere Kinder und Jugendliche im Blick zu haben. Ein an diesen Werten orientierter Sport soll die Möglichkeit bieten, spielerisch, kommunikativ, erlebnisreich, selbstbestimmt und kreativ Bewegungsaktivitäten zu fördern. Ein vielseitiges Angebot führt zu Spaß, Freude, Fitness und Selbstbestätigung.

Unsere DJK-Erlebnisräume bieten die Möglichkeit, das „mehr der DJK“ zu erleben. Dabei geht es darum, Erfahrungen zu ermöglichen, die prägend wirken und eine Identifikation mit der DJK bewirken. Dies passiert in Räumen, die Gemeinschaftserlebnisse beim Sport ermöglichen und durch die DJK-Idee an christlichen Werten orientiert sind. Hier setzt Persönlichkeitsentwicklung an, die zu Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung und selbstkritischen Handeln von Kindern und Jugendlichen erziehen will. „Kinder stark machen“ steht als Konzept dahinter.

Erfolgserlebnisse wecken die Begeisterung und fördern die Persönlichkeit von Kindern. Es ist daher wichtig, dass der Einzelne seine positiven Erlebnisse in der Gemeinschaft beim Sport macht. Persönlichkeitsentwicklung gelingt da, wo der Mensch sich selbst gewinnbringend erfährt – er als Mensch im Mittelpunkt steht. d.h., auch hier werden Räume zur Entfaltung und Entwicklung von Begabungen, Befähigungen und Talente geschaffen und der Einzelne gefördert und begleitet.

Kinder stark machen ist eine Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Seit 2004 ist die DJK-Sportjugend offizieller Kooperationspartner der BZgA.

Die Kampagne richtet sich nicht nur an Sportverbände, sondern auch an jeden Erwachsenen, der Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen möchte. Zwei große Bereiche der Kampagne in der DJK sind der „Kinder stark machen“ – Wettbewerb und die „Kinder stark machen“-Seminare.

Website Kinder stark machen

Aktionsbündnis „Alkoholfrei Sport genießen“

Die Prävention von Alkoholmissbrauch ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe, zu der auch der organisierte Sport einen wichtigen Beitrag leisten kann. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die mit ihr kooperierenden Dach- und Fachverbände Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), Deutscher Fußball-Bund (DFB), Deutscher Turner-Bund (DTB), Deutscher Handballbund (DHB) und der DJK-Sportverband schließen sich deshalb zu einem breiten Aktionsbündnis „Alkoholfrei Sport genießen“ zusammen. Zur Initiierung des Aktionsbündnisses wird es am 27. April 2016 eine gemeinsame Pressekonferenz in Berlin geben.

Hier geht es zur Pressemitteilung

Die TeilnehmerInnen sind:
Marlene Mortler, MdB – Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Dr. Heidrun Thaiss – Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Stephan Abel – Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
Reinhard Grindel – Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
Rainer Brechtken – Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB)
Rolf Reincke – Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB)
Michael Leyendecker – Vertreter der DJK Sportjugend im Präsidium des DJK-Sportverbandes
Als Patin des Aktionsbündnisses „Alkoholfrei Sport genießen“ wird Nia Künzer, ehemalige Fußballnationalspielerin, anwesend sein.

Quelle: DOSB

https://www.alkoholfrei-sport-geniessen.de/