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1920 - 2020  "100 Jahre DJK-Sportbewegung"

2020 feiert die DJK-Bewegung ihr 100jähriges Jubiläum

Am 16. September 1920 wurde in Würzburg die „Deutsche Jugendkraft – Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen“ gegründet. Der erste Vorsitzende war Generalpräses Carl Mosterts (1874-1926). Er prägt den Satz, dem sich der DJK-Sportverband bis heute verpflichtet fühlt: „Sport um der Menschen Willen“.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Konzept des Sports im Rahmen kirchlichen Lebens neu gestaltet. Mit der Gründung der DJK im Rahmen des Katholikentages erhielt der Sportbetrieb der katholischen Jugend feste Strukturen.

Der DJK-Sportverband ist der katholische, ökumenisch offene Sportverband Deutschlands. Unter seinem Dach sind rund 500.000 Mitglieder in etwa 1.200 Vereinen organisiert.

Das Kürzel DJK steht für „Deutsche Jugendkraft“. Der Begriff Jugendkraft war zur Blütezeit der Jugendbewegung fest in der Alltagssprache verankert und steht synonym für die schöne, positive, kreative und mitunter kraftvolle Phase der Jugendzeit. Dieser Begriff hat sich auch in anderen Sprachen, Kulturen und Sportbereichen etabliert. Der prominente Name „Juventus“ hat hier seinen Ursprung.

Bereits im 19. Jahrhundert waren viele bürgerliche Turn- und Sportvereine und auch Arbeitersportvereine entstanden. Die Gründung des katholischen DJK-Verbandes war eine gewünschte und geförderte Folge. Doch unter dem nationalsozialistischen Regime wurden im Jahr 1933 die ersten DJK-Ortsvereine aufgelöst. Nachdem im Juli 1934 DJK-Reichsführer Adalbert Probst von der Gestapo verhaftet und erschossen wurde, wurde im Jahr darauf die DJK im Rahmen der Gleichschaltung aller Sportorganisationen reichsweit verboten. Die DJK-Vereine wurden allesamt aufgelöst und enteignet. Die Begegnung und Bewegung war für die DJK-Mitglieder nur noch in kirchlichen Nischen möglich. Hier überlebte die DJK-Bewegung diese schwere Zeit.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der DJK-Sportverband zunächst unter dem Namen „Verband für Sportpflege in katholischer Gemeinschaft“ wiedergegründet. Der hoch angesehene Sportfunktionär Prälat Ludwig Wolker hat sich über die konfessionellen Grenzen hinweg für die Gründung des Deutschen Sportbundes (DSB) im Jahr 1950 eingesetzt, gleichzeitig führte er die DJK-Sportvereine in den allgemeinen Sport der Fachverbände. Im System der Fachverbände treiben sie heute noch ihren Wettkampf- und Breitensport.

In der Gegenwart definiert sich der mit seiner Bundeszentrale bei Düsseldorf ansässige DJK-Sportverband als Mittler zwischen Kirche und Sport. Im Sinne des Evangeliums ist der „Dienst am Menschen“ dabei die zentrale Rolle. Die Wertevermittlung aus dem christlichen Verständnis der Nächstenliebe gibt Raum zur Entfaltung und Rücksicht. Der Sport soll hierbei als ein Ausdruck von Lebensfreude erlebt werden und bei der Persönlichkeitsentwicklung helfen – entsprechend der Fähigkeiten und Einschränkungen eines jeden Einzelnen. Grundlegend sind die DJK-Vereine offen für alle Menschen, ganz gleich welcher Herkunft oder welchen Glaubens. Hierdurch soll die soziale Integration sowie die Inklusion gefördert werden, die vorurteilsfreie Begegnung von Menschen im Sport. Der Umgang miteinander wird bestimmt von Wertschätzung, Hilfsbereitschaft und Fair Play. In einer Kultur des Vertrauens wird aber auch darauf geachtet, dass Grenzüberschreitungen jeglicher Art nicht toleriert werden. Dies wird allen Vereinsmitgliedern im Rahmen der Ausbildungsmaßnahmen des DJK-Sportverbandes vermittelt.